Und wir so: Ödnis und Verdichtung
- René Koch

- 25. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Zuletzt ist es um uns etwas ruhiger geworden, aber wir melden uns nun nach einer arbeitsintensiven Phase mit zwei neuen Veröffentlichungen zurück, die zum Zeitgeist kaum passender sein könnten: Ödnis und Verdichtung aus unserer neuen Reihe Resonanzen.
In unserer Reihe Resonanzen begegnen sich Schriftsteller:innen und bildende Künstler:innen in einem offenen Austausch: Zwei Stimmen. Zwei Medien. Keine Hierarchie. Keine Illustration. Jeder Band erscheint in limitierter und nummerierter Auflage als bibliophiles Sammlerstück und als Einladung, über die Gegenwart nachzudenken: über ihre Brüche, ihre Widersprüche, ihre Absurditäten und über das, was uns trotz allem verbindet. Oder auch nicht.
»Versucht der Bundeskanzler etwa ernsthaft, mich für einen Lebensentwurf zu begeistern, der aus endlosen Loops von Geißelung, Disziplin, Gehorsamkeit und Langeweile besteht?« Sven Pfizenmaier, Ödnis
In Ödnis schreibt der aspekte-Literaturpreisträger Sven Pfizenmaier über Produktivitätszwang, Überdruss und das Recht auf Faulheit. Die Fotografin Meike Männel zeigt das bürgerliche Versprechen von Ordnung und Sicherheit im Zerfall. Gemeinsam machen sie mit leisem Witz erfahrbar, wie man sich in der Welt einrichten kann, ohne sich mit ihr abzufinden.
Hier geht es zur Leseprobe – Ödnis ist in der ersten Auflage auf 500 händisch nummeriere Exemplare limitiert; maximal zwei Auflagen. Mehr Bücher werden niemals existieren.
Sven Pfizenmaier ist Autor der beiden Romane Draußen feiern die Leute und Schwätzer (Kein & Aber, 2022 und 2024). Er wurde mit dem aspekte-Literaturpreis, dem Kranichsteiner Literaturförderpreis und dem Literaturpreis der Landeshauptstadt Hannover ausgezeichnet. Er lebt in Berlin
Meike Männel lebt als freie Fotografin in Nürnberg. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen und Magazinen gezeigt. 2021 erhielt ihr Fotobuch Good Life den Deutschen Fotobuchpreis in Silber. 2025 wurde sie mit dem 1. Preis des CeU-Awards in München ausgezeichnet. Die in Ödnis gezeigten Fotografien stammen aus ihren drei fortlaufenden Hauptserien Großreuth, Paradise und Dreamhouse.
Hier geht es zur Leseprobe – Verdichtung ist in der ersten Auflage auf 500 händisch nummeriere Exemplare limitiert; maximal zwei Auflagen. Mehr Bücher werden niemals existieren.
In Verdichtung zeigt die Malerin Susanne Bonowicz Stadtlandschaften im Übergang – zwischen Struktur und Auflösung, Dynamik und Stillstand. Poljak Wlassowetz schreibt beiläufig absurd über eine Welt im Dauerrauschen, Überforderung und den Wunsch nach Nähe. Gemeinsam lassen sie Orte, Zeiten und Menschen ineinander geraten und machen sichtbar, wie Wirklichkeit erinnert und erträumt wird.
»Die Gegenwart erscheint mir wie eine überzeichnete Zukunftsvision aus B-Movies und dem Trash-TV der Neunziger.« Poljak Wlassowetz, Verdichtung
Susanne Bonowicz lebt und arbeitet in Berlin. Sie wird durch die Frankfurter Galerie Schierke Seinecke und die Berliner Galerie Office Impart vertreten. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert und sind weltweit in Sammlungen vertreten.
Poljak Wlassowetz ist Autor der beiden Romane Mirovia (Open House Verlag, 2014) und Litiotopia (Kopf & Kragen, 2021). Sein Manifest für ein gutes Leben wurde u. a. von Deutschlandfunk Kultur als »Geniestreich verlegerischer Freiheit« bezeichnet. Er lebt in Berlin.
Der übliche Wahnsinn: Leipziger Buchmesse 2026
Vom 19.03.2026 bis zum 22.03.2026 findet die Leipziger Buchmesse statt und wir sind zum zweiten Mal mit einem eigenen Stand dabei. Die Koordinaten unserer 4-Quadratmeter-Galaxie lauten: Halle 5 Stand F110. Natürlich stellen wir unsere beiden Neuerscheinungen auch bei Lesungen vor:
Fr. 20.03.2026 um 19 Uhr in der Leipziger Galerie KK5
So. 22.03.2026 um 12 Uhr auf der Indie-Bühne in Halle 5
Außerdem zeigen wir unser restliches Programm an unserem Stand, darunter die Novelle Wrackmente von Lukas Meisner, die multimediale Anthologie U0 Untergrundmininaturen und das Parteiprogramm der außerirdischen Invasoren von der AIPD mit dem Titel Freiheit durch Unterwerfung.
Salon 4: Literatur & Kunst, Kritik & Visionen
Die Veröffentlichung von Ödnis und Verdichtung wollen wir auch in Berlin angemessen feiern und zwar im Rahmen unseres vierten Literatur- & Kunstsalons am Donnerstag, den 09.04.2026 um 20 Uhr. Diesmal in der so entspannten wie eleganten Orangerie im Neuköllner Körnerpark.
Meike Männel, Sven Pifzenmaier, Susanne Bonowicz und Poljak Wlassowetz sprechen über die Begegnung von Literatur und Kunst und natürlich wird auch aus den beiden Bänden gelesen. Im Anschluss legt das Berliner DJ-Duo Yung Coco auf und zwar vorwiegend elektronische Musik: ALL GENRES NO BORDERS!
Der Ticketverkauf startet am 01.03.2026.

Weitere Updates kommen in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten. Wir freuen uns darauf und auf euch! Wie immer herzlichst Kopf & Kragen




























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